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Botanik im Frühling

Zwei Sonnenbrände hat mich das warme Wetter am Wochenende gekostet. Deshalb musste schnell ein Platz gefunden werden, an dem man die Sonne zwar sieht und wo tropische Hitze herrscht, die UV-Strahlen dem zarten Teint aber nichts anhaben können. Deshalb haben wir einfach eine Safari durch die Gewächshäuser des botanischen Gartens gemacht. Traum-Wundergrün-Land. Zwar ist aus dem Sonnenbrandrot kein braun geworden, aber trotzdem, für die warmen Strahlen bin ich jetzt gewappnet, Sonnencreme inklusive. Hallo Frühling, ich bin jetzt bereit!

Zu mehr Posen hat das feucht-fröhliche Klima mich nicht verleitet, deshalb heute etwas statischer und mit Augenringen, die Schminke saß nicht ganz so gut. Das Seidenshirt mit Marmorprint habe ich bei Kleiderkreisel erstanden, leider kam es total verdreckt an und die Nutzerin hat danach flux ihr Konto gelöscht. Nach einigem Waschen und Schrubben ist es tragbar geworden und Seide kühlt tatsächlich wunderbar. Die Hose ist eine meiner liebsten, leider mit Wollanteil, weshalb es wohl für jetzt der vorerst letzte Ausflug für sie war. Aber graue Tage kommen schon wieder früh genug.

 

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Jacke: Minimarket / T-Shirt: Wood Wood, Hose: COS / Schuhe: Reebok Classics

 

 

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NEW IN // Marmor & Bauhaus

Manchmal sind Spontankäufe die schönsten. Eigentlich wollte ich nur schnell in den Supermarkt, konnte es mir dann aber doch nicht verkneifen bei Schwesterherz reinzuschauen, einem wunderbar kleinen Laden für Einrichtung und die schönen Dinge im Leben. Sie haben viel von Ferm Living und Hay, schöne Papeterie, Holztiere und wunderschönes Geschirr, zumeist aus Keramik. Seit ich von Suite One Studio gehört habe, erschleicht mich zuweilen das große Verlangen nach rosafarbenen Tellern, die mit Gold besprenkelt sind. Oder die Himmelvariante? Ganz bald jedenfalls wird pastellschönes Steingut auch bei mir einziehen.

Nun habe ich aber erstmal ein paar Kleinigkeiten gekauft, eine Schere, die ich schon lange haben wollte, um mein rotes Monstrum zu ersetzen, Marmor in grün und ein Küchenhandtuch mit Bauhaus-Muster:

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Wunschdenken 02

Eigentlich wollte ich eine neue Rubrik beginnen. Irgendetwas, was ich immer sonntags veröffentlichen kann. Denn an einem Sonntag hat man Zeit zum Nachdenken und in die Tasten hauen. Etwas Regelmäßiges sollte es werden, aber wir alle wissen ja, dass mir diese Stringenz der Gedankenordnung etwas abhanden kommt. Und so erinnerte ich mich, dass ich ganz am Anfang eine Art virtueller Wunschliste veröffentlich habe, die in regelmäßigen Abständen die kleinen und großen Begehren meines Herzens zeigen sollte. Tja, viel Zeit ist seit dem ersten Wunschdenken vergangen, deshalb hier mal eine kleine Auffrischung meiner jüngsten Sehnsuchtsträume.

Die Mohnblumen von Stella McCartney haben es mir schon länger angetan und auch das italienische Label Vivetta habe ich dank der Bloggerin Stella von mindful stella immer wieder auf dem Schirm. Leider beides keine Schnäppchen, deshalb wird es wohl vorerst eine Bestellung bei Jan N‘ June werden.

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Bluse: Vivetta, Rollkragenoberteil: Jan N‘ June, Clutch: Stella McCartney

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Schönstes im // Februar

Diesen Februar gab es neuzugangstechnisch gesehen nicht viel. Dafür war der Monat eine kleine Achterbahnfahrt, allerdings eher mit der „Wilden Maus“ als mit dem „Fünfer Looping“. Der Umzug von München nach Berlin, ein kurzer Zwischenstop in Prag und das Aufmöbeln der neuen, alten Wohnung haben die Geldbörse leer aussehen lassen. Und trotzdem war der Februar einer der schönsten Monate, weil so viele Wiedersehen stattfanden. Das Wiedersehen mit Berlin, das Wiedersehen mit Herzmenschen. Etwas viel Wertvolleres als eine neue Hose. Aber das wissen wir ja alle.

Ein kleines „Schmankerl“ konnte ich mir aber dann doch nicht verkneifen. Zu lange habe ich nach einem Lippenstift gesucht, der fernab von MAC und anderen herkömmlichen Marken ist und trotzdem gut deckt und hält. Ich mag dunkle, matte Lippen, aber das mit einem Lippenstift hinzubekommen, der nicht vor Chemie trieft, ist nicht ganz einfach. Aber mit der professionellen Hilfe einer lieben Freundin bin ich dann über einen orangen (!) Lippenstift von Nuoba gestolpert, der farbintensiv war und trotz Glitzerpartikel matt wirkte. Orange ist nun wirklich nicht meine Lieblingsfarbe und bei meinem käseblassen Teint dachte ich, es sähe schrecklich aus. Aber nach ein paar Mal auftragen hat er den Alltagstauglichkeits-Test bestanden und ich will diese Farbe gar nicht mehr missen. Vor allem, weil es in grauen Wintertagen gute Laune auf die Lippen und ins Gesicht zaubert.

Eine richtige Alternative zu meinen sehr dunkelroten MAC Lippenstiften habe ich aber leider immer noch nicht gefunden, bin also für Tips sehr dankbar!

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Label to watch // Jan n‘ June

Meine Klagen über die grüne Modeindustrie kennt Ihr ja inzwischen zur Genüge. Oft die falschen Schnitte (für mich), zu unmodern, zu bunt, zu angestrengt. Zum Glück gibt es immer wieder und auch immer öfter Labels, die sich der grünen Moder, keinesfalls aber der Trutschigkeit verschrieben haben. Viel mehr geht es um Understatement. Nicht um kreischende Parolen, die mit dem Finger auf jeden zeigen, der immer noch bei H&M und Co einkauft. Ich möchte auch auf Niemanden mit dem Finger zeigen. Ich versuche nur immer wieder und immer weiter schöne Alternativen fernab des Mainstreams und der Schnellebigkeit zu finden. Wenn jemandem das gefällt und er es mir nachtun möchte, toll! Falls nicht: auch gut! Alles hier soll Inspiration sein und nie Anweisung.

Deshalb geht es heute um Jan n‘ June, das für mich momentan schönste nachhaltige Label, das auch noch ziemlich erschwinglich ist. Anna und Jula haben vor zwei Jahren die Notwendigkeit von nachhaltiger und gleichzeitig modischer Kleidung gesehen und da es nichts Befriedigendes auf dem Markt gab, haben sie es einfach selbst gemacht. Das Hamburger Label lässt die Kleidung in einem Familienbetrieb in Polen herstellen, die Stoffe kommen aus der Türkei oder Indien. Das Polyester, das verwendet wird ist zu großen Teilen aus Recycling gewonnen. Ansonsten besteht die Kleidung zumeist aus Bio Baumwolle. Die Stoffe sind alle zertifiziert; Anna und Jula prüfen den Betrieb in Breslau in regelmäßigen Abständen und besprechen die Verarbeitung neuer Deisgns genau.

Zudem kommt noch etwas, was ich unheimlich sympathisch finde. Den beiden Gründerinnen passte nämlich die Assoziation mit der Farbe Grün für nachhaltige Mode nicht, weshalb sie kurzerhand den Hashtag #blckisthenewgrn ins Leben gerufen haben, der zeigt, dass Mode, die nachhaltig hergestellt ist, auch „cool und sexy“ sein kann. Deshalb reicht die Farbpalette bei Jan n‘ June von viel schwarz über grau bis beige und weiß, hier und da ist auch mal ein Pastelltupfer zu sehen. Die Kleidung ist mit ihren klaren Schnitten und Farben unheimlich puristisch und erinnert an COS oder Weekday, also genau das, was ich mir immer erträumt habe.

Alle Bilder über Jan N‘ June

 

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Outfit // Kamele

Frisch in Berlin müssen neue Orte zum Fotografieren gefunden werden. Und ein neuer Fotograf. Die allzeit bereite Mitbewohnerin verbleibt nämlich in der bayerischen Hauptstadt. Die Spree ist leider auch nicht ganz so schön wie die Isar und die Sonne lässt sich im südlichen Winter öfter blicken als im Berlingrau. Aber dennoch, das erste Outfit ist geschafft.

Ohne Mütze sieht man mich im Winter selten, denn die Ohren schmerzen schnell bei zu viel Wind und zu viel Kälte. Der Kamelmantel ist eigentlich für Männer und obwohl inzwischen wirklich jeder einen Mantel in dieser Farbe hat, mag ich meinen trotzdem nicht missen. Drunter trage ich mein liebstes Rollkragenoberteil von Funktionschnitt. Einem Kölner Label, das es noch gar nicht so lange gibt und das Wert auf Transparenz im Entstehungprozess legt. Die Kleidung wird zu fairen Bedingungen in Europa produziert. Die Marke hat sich auf T-Shirts jeglicher Art und Form spezialisiert und verarbeitet Bio-Baumwolle, Tencel, Sea Cell und und Merino zu wunderschönen Oberteilen. Mein liebstes ist das „Maxi“ aus Bio Baumwolle. Ich habe es auch in weiß und trage es so oft es geht. Die weite, graue Wollhose ist aus dem Second Hand. Ein echte Perle, die ich da gefunden habe. Mal etwas anderes als Skinny Jeans.

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Mantel: H&M Trend, Oberteil: Funktion/Schnitt, Hose: Second Hand, Schuhe: Reebok Classics, Beutel: American Apparel

 

 

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Wohnen // Von Anordnungen und Oasen

Als unordentlicher Perfektionist hat man es nicht leicht. Ständig steht die eigene laissez-faire Attitüde dem perfekten Blitzblankaufgeräumt im Weg. Die Hose wird zu gern über den Stuhl geschmissen, anstatt anständig in die Kommode geräumt. Es gestaltet sich als äußerst schwierig, Unterlagen auch direkt abzuheften, sodass sie auf Regalen und dem immer vollen Schreibtisch rumwuseln. Und das graue Licht in der Wohnung setzt dem Ganzen die Krone auf.

Ich bin ein großer Fan, wenn nicht sogar Verehrer von Inneneinrichtung, vom ständigen Umstellen und vom kleine Oasen in der Wohnung schaffen, die das Gesamtbild aufwerten. Das alles könnte auch so gut sein, wenn die Wohnung nicht so dunkel wäre. Nach meiner lichtdurchfluteten 7-Stock-Wohnung in München wohne ich plötzlich wieder im Berliner Hinterhaus, dessen Fenster nur den Blick auf die heruntergekommene Fassade des Vorderhauses zulässt und selbst im Sommer dazu zwingt, ab 17 Uhr ein wenig Licht zu machen, da die Sonne zwar nicht schon hinter den Wipfeln verschwindet, aber das Vorderhaus sie verschluckt. Und plötzlich merke ich wieder, wie wichtig Licht ist.

Auch zum Fotografieren, womit wir beim Problem wären. Es wird schwierig werden, Favoriten, Schönes und Arrangiertes in der Wohnung festzuhalten, solange der Winter verhindert, dass die Sonne wenigstens für eine Stunde in die Wohnung scheint. Natürlich könnte ich blitzen, natürlich könnte ich Lampen einschalten, aber selbst ich Laie weiß, wie doof diese Bilder dann aussehen, zumindest entsprächen sie nicht meiner Ästhetik und meinem Anspruch.

Bei der nächsten Wohnungssuche wird Helligkeit an allererster Stelle stehen, vor Dielenböden, vor hohen Decken, vor Fenser im Bad. Denn nur in einer hellen Wohnung kann man auch wirklich kreativ sein. Aus einem grauen Mausloch sind noch nie Meisterwerke entsprungen. Trotzdem, ein paar Oasen will ich zeigen, die zwar abseits jeglichen Bloggermainstreams sind, mein Herz aber trotzdem höher schlagen lassen.

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Grüne, silberne und graue Akzente

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Ein Mitbringsel aus Wien: Egon Schiele Streichhölzer

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Ich hänge ungern Bilder auf: hitsorischer Druck vom Flohmarkt und ein Bild von vontrueba

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Moodboard an Kupferstange

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Wer schöne Kerzenständer haben will, muss viel Alkohol trinken.