comments 3

LEBEN // Gewesenes

Lang, lang ist’s her. Seit acht Monaten bin ich nun Mutter und meine Prioritäten verschieben sich stetig. Zum Beispiel macht es so viel mehr Spaß, Kinderkleidung zu kaufen, als mich für mich umzuschauen. Aber Schreiben ist doch das eine, was mir immer wieder Freude macht und genau deshalb sollte ich es nicht so stiefmütterlich behandeln. Deshalb hier eine kleine feine Liste von ein paar Dingen, die in diesem noch jugendlich neuem Jahr geschehen sind.

Ich lese solche Zusammenfassungen bei anderen immer gerne, warum sie also nicht auch selbst schreiben.

Gelesen: „Die Erde ist mir Heimat nicht geworden – Das Leben der Karoline von Günderrode“ Ich habe einen Hang zur Melancholie, Dramen und Biografien. Vereint werden alle in diesem Buch über die Dichterin Karoline von Günderrode. Sie lebte zu Zeiten Goethes, war die beste Freundin von Bettine Brentano (später von Arnim) und stets in unglückliche Liebesverhältnisse verstrickt, sodass sie sich mit 26 Jahren das Leben nahm. Ihre Poesie mag noch nicht ganz ausgereift gewesen sein, aber doch hat sie mich berührt. Die Autorin Dagmar von Gersdorff zeichnet das Leben der jungen Frau mithilfe von Briefen von und an Karoline von Günderrode nach und betont oft, wie ungerecht es zu damaligen Zeiten für Frauen zuging und wieviel sich Männer ihnen gegenüber herausnehmen konnten. Ich mag es so gern in andere Epochen und Zeiten einzutauchen und allein der Satz „Die Erde ist mir Heimat nicht geworden“ hat mich so beeindruckt.

Gemacht: Einer meiner Vorsätze für 2018 ist weniger Plastik (mal wieder), denn ich knicke immer wieder ein und falle in alte Gewohnheiten zurück. Dieses Jahr soll es anders werden. Ich muss zugeben es ist auch das erste Jahr, in dem ich meine Vorsätze ernst meine und sie mir sogar aufgeschrieben habe. Jedenfalls war ich bei Original Unverpackt einkaufen, vor allem Putzmittel, aber auch Kleinigkeiten wie Sonnenblumenkerne oder Haselnüsse. Obst und Gemüse kaufe ich schon ewig uneingepackt, jetzt geht es an die Dinge, die nicht überall ohne Plastikumhüllung zu bekommen sind. Der erste Schritt ist mit dem Besuch im Laden jedenfalls gemacht.

Gesehen: Zu Weihnachten gab es die erste Staffel „Suburgatory“, sie wurde glaube ich recht schnell wieder abgesetzt und es gibt nur drei Staffeln. Aber ich finde die Serie herrlich. Beruhigend, witzig, überzogen. Etwas, was man nach einem anstrengenden Tag einfach mal laufen lasse kann. Die Kurzfassung: Tessa zieht mit ihrem alleinerziehenden Vater von New York nach Chatsville, einem Vorort, wie er im Buche steht. Die Frauen bestehen meist aus mehr Plastik als Fleisch, die Männer verdienen viel Geld und alle leben in großen Häusern. Die schlagfertige und selbstbewusste Tessa muss ihren Platz in dem ihr so verhassten Vorort behaupten, sich mit den Regeln ihres Vaters arrangieren (der ziemlich lässig ist) und mit den Bewohnern von Chatsville zurecht kommen. Allen voran der liebenswürdigen Dallas, einer Barbie wie sie im Buche steht und deren komplett emotionslosen Tochter. Auf jeden Fall gut für verregnete Abende und wenn man ein bisschen Sehnsucht nach heiler, etwas abgedrehter Welt hat.

Gekauft: Die Augencreme von Martina Gebhardt. Demeter-zertifiziert und für eine Augencreme überhaupt nicht teuer. Ich bin schon jetzt begeistert. Sie riecht gut, ist reichhaltig und genau das richtige was meine Augenringe von den vielen Schlafunterbrechungen brauchen.

Gehört: Immer wieder meinen Mix der Woche von Spotify. Für neue Musik suchen fehlt mir einfach die Zeit und die Zusammenstellung des Streaming-Portals ist oft ziemlich gut.

Gerochen: Momentan habe ich mich an all meinen Parfums (gut so viele sind es nicht, vielleicht vier) satt gerochen, ich brauche dringend einen neuen Duft. Wenn Ihr Empfehlungen habt, gerne her damit. Dafür rieche ich umso lieber die Dufkerze „Coriander“ von La Bruket. Ein bisschen süßlich, ein wenig säuerlich, kräuterig und tatsächlich fast so unbeschreiblich wie der Geschmack von Koriander.

Erste Male: Ich hatte das erste Blind Date meines Lebens. Über Instagram haben wir uns kennen gelernt, sind uns gegenseitig gefolgt, haben immer mehr Bilder voneinander kommentiert, uns irgendwann privat geschrieben, Gemeinsamkeiten entdeckt und uns verabredet. Nein, die Sprache ist hier natürlich nicht von einem Mann, sondern von einer Mami, deren Tochter fast so heißt wie meine und die auch sonst ganz nah an meinem Empfinden für Ästhetik ist. Vielleicht sollte man öfter jemandem schreiben, den man durch seine Bildsprache sympathisch findet. Um eine schöne Bekanntschaft reicher bin ich jetzt allemal.

Das ist ja gleich ein langer Blogeintrag geworden. Ich freu mich über jedes Lesen und jeden Kommentar.

Habt es schön!

 

 

Advertisements

3 Comments

Kommentiere

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s