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Wohnen // Von Anordnungen und Oasen

Als unordentlicher Perfektionist hat man es nicht leicht. Ständig steht die eigene laissez-faire Attitüde dem perfekten Blitzblankaufgeräumt im Weg. Die Hose wird zu gern über den Stuhl geschmissen, anstatt anständig in die Kommode geräumt. Es gestaltet sich als äußerst schwierig, Unterlagen auch direkt abzuheften, sodass sie auf Regalen und dem immer vollen Schreibtisch rumwuseln. Und das graue Licht in der Wohnung setzt dem Ganzen die Krone auf.

Ich bin ein großer Fan, wenn nicht sogar Verehrer von Inneneinrichtung, vom ständigen Umstellen und vom kleine Oasen in der Wohnung schaffen, die das Gesamtbild aufwerten. Das alles könnte auch so gut sein, wenn die Wohnung nicht so dunkel wäre. Nach meiner lichtdurchfluteten 7-Stock-Wohnung in München wohne ich plötzlich wieder im Berliner Hinterhaus, dessen Fenster nur den Blick auf die heruntergekommene Fassade des Vorderhauses zulässt und selbst im Sommer dazu zwingt, ab 17 Uhr ein wenig Licht zu machen, da die Sonne zwar nicht schon hinter den Wipfeln verschwindet, aber das Vorderhaus sie verschluckt. Und plötzlich merke ich wieder, wie wichtig Licht ist.

Auch zum Fotografieren, womit wir beim Problem wären. Es wird schwierig werden, Favoriten, Schönes und Arrangiertes in der Wohnung festzuhalten, solange der Winter verhindert, dass die Sonne wenigstens für eine Stunde in die Wohnung scheint. Natürlich könnte ich blitzen, natürlich könnte ich Lampen einschalten, aber selbst ich Laie weiß, wie doof diese Bilder dann aussehen, zumindest entsprächen sie nicht meiner Ästhetik und meinem Anspruch.

Bei der nächsten Wohnungssuche wird Helligkeit an allererster Stelle stehen, vor Dielenböden, vor hohen Decken, vor Fenser im Bad. Denn nur in einer hellen Wohnung kann man auch wirklich kreativ sein. Aus einem grauen Mausloch sind noch nie Meisterwerke entsprungen. Trotzdem, ein paar Oasen will ich zeigen, die zwar abseits jeglichen Bloggermainstreams sind, mein Herz aber trotzdem höher schlagen lassen.

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Grüne, silberne und graue Akzente

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Ein Mitbringsel aus Wien: Egon Schiele Streichhölzer

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Ich hänge ungern Bilder auf: hitsorischer Druck vom Flohmarkt und ein Bild von vontrueba

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Moodboard an Kupferstange

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Wer schöne Kerzenständer haben will, muss viel Alkohol trinken.

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